Da mehr als 80 Prozent des gesamten Welthandels über die internationale Schifffahrt transportiert werden, ist die Welt auf eine sichere, geschützte und effiziente internationale Schifffahrtsindustrie angewiesen. Als eine wahrhaft internationale Branche kann sie nur dann effektiv funktionieren, wenn Vorschriften und Standards auf internationaler Ebene vereinbart, angenommen und umgesetzt werden. Die IMO (International Maritime Organization) ist die spezialisierte Organisation der Vereinten Nationen, die den regulatorischen Rahmen für diesen Prozess bereitstellt.
Eine dieser Vorschriften, die IMO-Regelung 749.18 „Kriterium für starken Wind und Rollen (Wetterkriterium)“, stellt sicher, dass ein Schiff über eine ausreichende Querstabilität verfügt, um einem übermäßigen Rollen bei starken Seitenwinden standzuhalten. Aufgrund des notwendigerweise konservativen Charakters der Vorschrift (wodurch sie auf eine Vielzahl von Schiffen anwendbar ist) haben schlanke Schiffe wie der DAMEN Fast Crew Support (FCS) 3307 Schwierigkeiten, die empirischen Anforderungen der Regelung zu erfüllen. Dies macht kostspielige Versuche erforderlich, um die Übereinstimmung des Schiffes mit der Vorschrift nachzuweisen.

Um die Kosten für den Nachweis der Konformität zu reduzieren, entwickelt DAMEN gemeinsam mit seinem Anbieter von Computational Fluid Dynamics (CFD)-Software, Cadence Design Systems, eine CFD-Methodik, die anstelle experimenteller Untersuchungen eingesetzt werden kann.
Hierzu wurde eine CFD-Validierungskampagne durchgeführt, bei der ein Windkanalversuch des Schiffes DAMEN FCS3307 numerisch nachgebildet wurde.

Da die Motivation für den Einsatz des CFD-Ansatzes hauptsächlich in der Reduzierung von Kosten und Zeit liegt, ist es entscheidend, dass die Methodik sowohl eine ausreichende Genauigkeit aufweist als auch mit möglichst geringem Rechenaufwand und möglichst kurzer Gesamtbearbeitungszeit durchgeführt werden kann. Die Methodik wurde unter Berücksichtigung dieser Anforderungen entwickelt.